Benefizlesung für das Projekt Frostschutzengel

Am 6. Juli hatten wir einen Krimi im Berliner Bezirksteil Treptow. Dieser war aber nicht zu sehen, sondern zu hören und Kommissar Till Ritter war dabei nicht der Ermittler, sondern sein Schauspieler Dominic Raacke
, der übrigens auch Autor ist, war als Vorleser engagiert. Engagiert für osteuropäische Obdachlose, die in Berlin gestrandet, im sozialen Netz Deutschlands durch
, der übrigens auch Autor ist, war als Vorleser engagiert. Engagiert für osteuropäische Obdachlose, die in Berlin gestrandet, im sozialen Netz Deutschlands durch




die Maschen fallen und auf sich alleine gestellt sind. Die Osteuropäerinnen bilden unter den Berliner Obdachlosen einen immer größer werdenden Anteil. Seit der Ausdehnung der inner-europäischen Niederlassungs- und Beschäftigungsfreiheit auf Osteuropa am 01. Mai letzten Jahres sind die Zahlen osteuropäischer Obdachlosen förmlich explodiert. Seit spätestens letztem Frühling versuchen viele Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in puncto osteuropäische Sprachen und Kompetenzen aufzurüsten. Die Personalgewinnung ist nur die eine Seite des Problems, die andere besteht in der Verteilung von Geldern durch den Senator für Gesundheit und Soziales. Mario Czaja
spart an allen Ecken und Enden, insb wohl in der "Schmuddelecke" Obdachlosenhilfe. So wurde unserer Caritas Ambulanz für Obdachlose Anfang des Jahres die Fördergelder gestrichen, weil sie die Frechheit besitzt, kranken Menschen zu helfen, ohne nach Nationalität und Herkunft zu fragen. Dazu sagte Klaus Mielke vom Senat für Gesundheit und Soziales zur Berliner Abendschau: "...Der Staat kann eine Krankenversicherung nicht leisten, wenn der Betroffene nicht in das deutsche Sozialsystem fällt." Das heisst, Hilfe für Osteuropäerinnen kann nur auf der Basis von Spendengeldern durchgeführt werden. Das von der Gesellschaft für betreutes Wohnen gGmbH (=GEBEWO)
frisch konzipierte Projekt Frostschutzengel
wird ein neuer,
spart an allen Ecken und Enden, insb wohl in der "Schmuddelecke" Obdachlosenhilfe. So wurde unserer Caritas Ambulanz für Obdachlose Anfang des Jahres die Fördergelder gestrichen, weil sie die Frechheit besitzt, kranken Menschen zu helfen, ohne nach Nationalität und Herkunft zu fragen. Dazu sagte Klaus Mielke vom Senat für Gesundheit und Soziales zur Berliner Abendschau: "...Der Staat kann eine Krankenversicherung nicht leisten, wenn der Betroffene nicht in das deutsche Sozialsystem fällt." Das heisst, Hilfe für Osteuropäerinnen kann nur auf der Basis von Spendengeldern durchgeführt werden. Das von der Gesellschaft für betreutes Wohnen gGmbH (=GEBEWO)
frisch konzipierte Projekt Frostschutzengel
wird ein neuer, 

professionell angelegter Versuch, den Osteuropäerinnen effektiv zu helfen und soll im Winter im Rahmen der Berliner Kältehilfe starten. Mehr zum Projekt hier. Um die momentane Phase des Fundraisings für die Frostschutzengel zu unterstützen hat sich Raacke als Vorleser für die erste von drei Benefizlesungen zur Verfügung






gestellt. Er las im Garten des Obdachlosenwohnheims "Haus Schöneweide"
, das ich hier auch möglichst bald vorstellen werde, aus dem historischen Krimi "Schwefelgelb - Mörderische Kälte". Der Preussen-Krimi von Tom Wolf spielt im Jahr 1757 in Berlin. Friedrich II., seine geheime Münzpolitik, der Mord an einem Münzunternehmer und Goldschmiede spielen in dem Werk eine Rolle. Der Hinterhof-Garten des therapeutischen Wohnprojekts war mit Windlichtern und Kerzen atmosphärisch angenehm ausgerichtet. Das Setting fand seine Abrundung in dem fast biblischen Dschungelmotiv des Wandbildes am Nachbarhaus, an dessen Ende eine Vogelvoliere und Hasenkäfige standen. Aufgrund des verregneten Sommers hatten die Mitarbeiter parallel den Speiseraum als Ausweichmöglichkeit vorbereitet. Die Veranstaltung war gut besucht, aber auch mehr Publikum hätte Platz gefunden. Vor und nach der Lesung stand der prominente Gast zum Gespräch bereit, wobei natürlich nicht jedeR von uns zum Zuge kam. Jedoch auch die Möglichkeit, einen bekannten Schauspieler mal etwas länger beobachten zu können, fand ich sehr spannend. Das ist ein ganz anderes Live-Erlebnis als einen Star auf einem Konzert oder einer Autogrammstunde zu erleben. Autogrammkarten hatte Raacke übrigens nicht dabei. Sein Outfit war an dem Abend genau wie im Tatort, aber sein Verhalten nicht. Er war kein Macho, und laut einem Interview auf Stern.de sieht er sich selbst auch nicht als Solchen. Er verhielt sichselbstbewusst und trotzdem sehr natürlich, irgendwie bodenständig. Ausserdem war er sehr aufmerksam, freundlich und entgegenkommend, z.B. was unsere Fotowünsche betraf. Eine Mitarbeiterin der GEBEWO hat nach der Veranstaltung berichtet, der Schauspieler und Autor war sehr interessiert an der Berliner Obdachlosenhilfe. In dem Interview erzählte er auch, vor seiner ersten Wohnung, die er als junger Student, in Manhatten 78. Straße/ Amsterdam Avenue bewohnt hatte (Minute: 2:05 - 2:12) lebten zwei Wohnungslose auf seiner Etage im Treppenhaus, mit denen er in Kontakt gekommen war. (Minute 2:38 - 49). In Kontakt kam ich an diesem Abend noch mit zwei Mitarbeiterinnen der Sozialfirma und in den Genuss einer individuellen Führung durch das Haus Schöneweide mit der Einrichtungsleiterin.
, das ich hier auch möglichst bald vorstellen werde, aus dem historischen Krimi "Schwefelgelb - Mörderische Kälte". Der Preussen-Krimi von Tom Wolf spielt im Jahr 1757 in Berlin. Friedrich II., seine geheime Münzpolitik, der Mord an einem Münzunternehmer und Goldschmiede spielen in dem Werk eine Rolle. Der Hinterhof-Garten des therapeutischen Wohnprojekts war mit Windlichtern und Kerzen atmosphärisch angenehm ausgerichtet. Das Setting fand seine Abrundung in dem fast biblischen Dschungelmotiv des Wandbildes am Nachbarhaus, an dessen Ende eine Vogelvoliere und Hasenkäfige standen. Aufgrund des verregneten Sommers hatten die Mitarbeiter parallel den Speiseraum als Ausweichmöglichkeit vorbereitet. Die Veranstaltung war gut besucht, aber auch mehr Publikum hätte Platz gefunden. Vor und nach der Lesung stand der prominente Gast zum Gespräch bereit, wobei natürlich nicht jedeR von uns zum Zuge kam. Jedoch auch die Möglichkeit, einen bekannten Schauspieler mal etwas länger beobachten zu können, fand ich sehr spannend. Das ist ein ganz anderes Live-Erlebnis als einen Star auf einem Konzert oder einer Autogrammstunde zu erleben. Autogrammkarten hatte Raacke übrigens nicht dabei. Sein Outfit war an dem Abend genau wie im Tatort, aber sein Verhalten nicht. Er war kein Macho, und laut einem Interview auf Stern.de sieht er sich selbst auch nicht als Solchen. Er verhielt sichselbstbewusst und trotzdem sehr natürlich, irgendwie bodenständig. Ausserdem war er sehr aufmerksam, freundlich und entgegenkommend, z.B. was unsere Fotowünsche betraf. Eine Mitarbeiterin der GEBEWO hat nach der Veranstaltung berichtet, der Schauspieler und Autor war sehr interessiert an der Berliner Obdachlosenhilfe. In dem Interview erzählte er auch, vor seiner ersten Wohnung, die er als junger Student, in Manhatten 78. Straße/ Amsterdam Avenue bewohnt hatte (Minute: 2:05 - 2:12) lebten zwei Wohnungslose auf seiner Etage im Treppenhaus, mit denen er in Kontakt gekommen war. (Minute 2:38 - 49). In Kontakt kam ich an diesem Abend noch mit zwei Mitarbeiterinnen der Sozialfirma und in den Genuss einer individuellen Führung durch das Haus Schöneweide mit der Einrichtungsleiterin.
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